Workshop mit Lehramtsstudierenden an der Evangelischen Gesamtschule Werder
Zu Beginn des Workshops stand die Frage im Mittelpunkt: Was macht einen guten Bildungsort aus? In einem gemeinsamen Brainstorming sammelten die Teilnehmenden zahlreiche Ideen und Visionen für die Schule der Zukunft. Genannt wurden unter anderem Demokratiebildung, die Förderung individueller Stärken, Freiräume für selbstständiges Lernen, Offenheit, moderne Lernkonzepte, Inklusion und Partizipation. Ebenso wichtig waren den Studierenden eine ansprechende Lernumgebung sowie eine gute Verkehrsanbindung.
Von der Vision zur Wirklichkeit: Wie aus eigenen Visionen konkrete Schulentwicklung werden kann, zeigte Grit Heuer anschließend in einem Vortrag. Sie berichtete, wie sie gemeinsam mit ihrem Team seit 2025 die Evangelische Gesamtschule Werder aufbaut. Die Schule setzt auf einige besondere Konzepte: Lehrkräfte und Schüler*innen begegnen sich auf Augenhöhe und duzen sich. Im Rahmen eines „Verantwortungsprojekts“ engagieren sich die Jugendlichen regelmäßig für andere Menschen, beispielsweise in Kitas oder Pflegeeinrichtungen. Im Fach „Life Skills“ beschäftigen sie sich zudem mit lebensnahen Themen wie Umweltschutz, Erster Hilfe und Suchtprävention.
Rundgang und praktischer Workshop: Nach den theoretischen Einblicken folgte der praktische Teil des Workshops. Bei einem Rundgang durch das Schulgebäude konnten die Lehramtsstudierenden die nahezu fertiggestellten Räume erkunden. Derzeit werden die naturwissenschaftlichen Fachräume ausgestattet, während die großzügigen und lichtdurchfluteten Klassenräume in Kürze möbliert werden. Anschließend waren die Teilnehmenden selbst gefragt: Wie sollten Klassenräume gestaltet sein, in denen Schülerinnen gerne lernen? Mithilfe eines Grundrisses und maßstabgerechter Papierflächen für Möbel entwarfen sie ihre Vorstellungen eines idealen Klassenzimmers und tauschten sich darüber aus. Die entstandenen Ideen fließen direkt in die weitere Planung ein: Die Schülerinnen der Evangelischen Gesamtschule können anschließend die Vorschläge begutachten und in ihre eigene Raumplanung einfließen lassen.
Wir danken dem Partnerkreis der Universität Potsdam und dem Zentrum für Lehrerbildung und Bildungsforschung für die Kooperation und Unterstützung bei der Vorbereitung und Bewerbung des Workshops.
